Mittwoch, 12. Januar 2011

Karibik, 2790 km

Honduras erscheint mir zum radeln weniger anstrengend als Guatemala. Zwar ist es auch hügelig aber die Steigungen sind einiges moderater und angenehmer. Nun sind wir an der Karibik, an der Nordküste von Honduras angekommen. Wers gerne warm mag (33 Grad im Schatten) kann uns jetzt beneiden. Aktueller Wasserverbrauch von uns liegt bei etwa sieben Litern plus je ein Bierchen. Später wird's dann wieder alles retour an die Westküste gehen. Das hält fit...
Es hat sehr viele Bananenplantagen und überall frische Ananas und Cocosnüsse. Der Kontrast von reich und arm ist oft recht stark. Neben hübschen neueren Häusern mit hohen Zäunen, Stacheldraht und Gittern hat es Hütten aus einfachen Backsteinen oder noch aus Lehm und Holz. Die Leute waschen sich am der Strasse entlangfliessenden Fluss, bereiten essen in der offenen Küche vor der Hütte zu oder holen Wasser in Kanistern, alten PET-Flaschen oder Tonkrügen. Fährt man mit dem Velo früh am Sonntag Morgen noch ohne Verkehr durch solche Szenerien hab ich fast das Gefühl bei fremden Leuten unangemeldet durch die Wohnung zu latschen. Es hat überall Wachmänner die mit ihrer Flinte grimmig umhergucken.
Abgasmässig hat es sich auf den Strassen wieder etwas gebessert- ansonsten ist es so übel wie bisher, fast noch schlimmer. Überholt wird immer- auch gerne Lastwagen sich gegenseitig auf enger Strasse- dumm nur wenn beide uns entgegenkommen.
Unseren Velos geht's noch tipptopp. Das Hinterrad von Evelyne surrt manchmal komisch- na ja, halt eine Shimano-Nabe. Und an diese Stelle muss ich es doch mal deutlich sagen: ich liebe meine Rohloff-Nabe! So ist das! Besonders im sechsten schnurrt sie so süss... Das Teil ist genial!

Kommentare:

Johann hat gesagt…

Ach, es ist viel zu heiss bei euch! Hier warten wir auf die Kälte. Der Schnee ist fast total verschwunden. Ich werde euch beneiden, wenn ihr wieder auf die Bergen wird. Viel Spass noch...
Johann

Ursula hat gesagt…

Hallo, hat mich gefreut, wieder mal von euch direkt zu hören. Habe mir heute gleich wieder den Blog angeschaut. Ich finde den ganzen Blog, mit all den Fotos und vor allem Albert le vert toll, so kann man wenigstens ein bisschen "miterleben" was ihr erlebt.
Nachträglich noch einen guten Start im Neuen Jahr
à bientôt
Ursula