Samstag, 22. Juli 2017

Route nach: Schatten, Wasser, kühl

Die paar Tage Ferien von den (Velo-)Ferien bei Claudine und Marco in Corno di Rosazzo neben Udine hatten uns allen sehr gut getan. Einfach mal faul im Garten rumhängen, am Fluss im Schatten bädelen, basteln für die Kinder (Barbapapas stehen hoch im Kurs), alle Kleider stinkefrei hinbekommen, feines Essen… auch ein Tag Adria-bädelen gehörte dazu. Auch körperlich waren wir anschliesend wieder fit - hatte doch zumindest mein Rücken sich so langsam etwas gemeldet und das linke Knie zu zwicken begonnen. Bisher immer ein untrügliches Indiz für eine nötige Pause. Die weitere Route war uns auch noch nicht so klar und so hatten wir Zeit für die weitere Planung. 

Wir sind dann weiter zur Adria-Küste und zur Laguna di Venezia gefahren.
Die Route führte meist über kleine Strassen, oft zwischen Mais- und Sojafeldern und Bauern-Dörfchen hindurch. Umso mehr wir uns der Adria näherten nahm dann auch der Tourismus-Verkehr stark zu. Plötzlich nach Caorle fühlten wir uns etwas im falschen Film: wir mit unseren Velos und dem ganzen Grümpel, stinkig auf Durchreise auf der vollgestopften Touristen-Flanier-Shopping-Meile… Nett das mal zu sehen, nett das auch wieder schnell hinter sich zu lassen. Denn nur zwei Km Abseits des Strandes merkt man nichts mehr von diesem Trubel und trifft man fast nur noch Italiener, auch werden wir viel weniger einfach gleich auf Deutsch angesprochen.

Nach Venedig selber gingen wir nicht - einfach nur für ein Selfie war uns das nicht Wichtig und Venedig ist nicht gerade eine Stadt die per Rad gut erkundet werden kann. Aber wir sind mit dem Velo über die Inseln gefahren die der Laguna die Venezia vorgelagert sind - und konnten so einen anderen Blick auf diese Stadt bekommen. Im Anschluss an diese tolle Lagunenroute fuhren wir durch das Po-Delata und staunten nicht schlecht. Der Veloweg ist perfekt, praktisch verkehrsfrei und führt etwas im Zick-Zack über Dämme zwischen Tümpeln, Teichen und Kanälen hindurch. Wir nahmen uns viel Zeit und konnten auch Flamingos bestaunen. Nach zwei Tagen im Po-Delta hängten wir uns dann wieder in die Pedalen und nahmen den Po-Verlauf in Angriff. Da verläuft der Radweg praktisch alles auf dem Damm entlang, immer schön in der Sonne aber auch immer wieder nette Ausblicke auf die kleinen Dörfchen oder den Po.

Die letzten Tage waren sehr heiss und werden immer heisser… tja, wenn man im Juli hier radelt muss man sich eigentlich nicht wundern… zum Glück hab ich ja noch meine Daunenjacke irgendwo tief unten im Gepäck - man weiss ja nie ;-)
Wir sind immer auf der Suche nach Schatten für jede noch so kleine Pause. Den findet man erstaunlich oft. Zum Glück sind beim Radweg oft auch Trinkwasserbrunnen angegeben - super! Um uns abzukühlen fahren wir oft mit nassen Kleidern die sehr rasch wieder trocken sind. Die Burschen machen allgemein super mit (Jungs: BRAVO!!!) mögen aber in der grössten Hitze nicht auf dem Follow-Me fahren was uns recht ist. Sie machen dann beide im Anhänger Siesta im Schatten und haben so auch immer etwas Fahrtwind um die Ohren. Auch mit der obligaten Gelati können wir sie gut „ködern“, immer ein Tages-Highlight! Da es gerade sehr wenig Zeltplätze hat sind wir nun öfters in einer Herberge oder Hotel was uns auch recht ist. Hier schätze ich eine Klimaanlage sehr damit alle gut schlafen können, im Zelt wäre es einfach meist zu heiss.
Wir versuchen Gas zu geben um schneller aus der Hitze zu kommen und auch zieht es uns alle auch langsam wieder nach Hause, möchten wir doch nicht im letzten Moment auf Ende der Sommerferien und dem KiGa-Start von Tadeo in Bellach eintreffen. So verbleiben uns nun noch etwa zehn Tage… Hach...

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